Glättwerk / 3-Walzen-Kalandar

PP-Kalander D398x960mm
PP-Kalander D398x960mm

Unser 3-Walzen-Kalander zur Herstellung von qualitativ hochwertigen Folien aus PP, PS und PET wird laufend den fertigungstechnischen Anforderungen angepasst und verbessert. Durchbiegungs-optimierte Walzen aus eigener Herstellung sorgen für einen optimalen Folienquerschnitt und somit für geringste Materialverluste.

Jahrelanger Dauereinsatz unserer Glättwerke mit niedriger Wartungsintensität zeugt von Produktreife und Zuverlässigkeit.

Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Merkmale des Kalanders im Überblick:

  • Grundgestell mit Fahrwerk, in Extrusionsrichtung elektrisch verfahrbar
  • manuelle oder elektrische Höhenverstellung zur Anpassung an die Düsenposition
  • Durchbiegungsoptimierte Kalanderwalzen mit gehärteten Ballenoberflächen für geringsten Verschleiß
  • Walzenoberflächen je nach Produkt in verschiedenen Oberflächenqualitäten erhältlich
  • Manuelle oder elektrische Walzenspalteinstellung
  • Pneumatische oder hydraulische Walzenzustellung
  • Walzenantrieb: Einzel-Servoantriebe
  • Drehdurchführungen für Wasser- oder Ölkühlung
  • Abzug mit gummierten Abzugswalzen & Servoantrieb

Was ist ein Kalander?

Ein Kalander ist ein System, das aus mehreren aufeinander angeordneten polierten und beheizten Walzen besteht. Die Walzen sind aus Stahl oder Schalenhartguss hergestellt und weisen eine Oberflächenhärte von etwas 500 bis 580 HB auf. Sie sind somit sehr verschleißfest.

Es gibt verschiedene Kalanderarten, die sich in Walzenanordnung und Materialzuführung unterscheiden. Übliche Bauformen sind der I-Kalander, der F-Kalander, der L-Kalander und der Z-Kalander.

Besonderheiten in der Konstruktion

Im Kalander sind die Walzen achsenparallel angeordnet. Sie befinden sich an einem robusten Rollenlager. Dadurch wird eine hohe Rundlaufgenauigkeit gewährleistet.

Je nach Produktfertigung werden die Walzen passgenau eingestellt. Am Ende der Walzen gibt es zwei Möglichkeiten. Ein Rotary-Anschluss ermöglicht ein Heizen oder Kühlen der Walzer. Die zweite Möglichkeit besteht in einer Kupplung zur Antriebsachse und macht so einen Antrieb einzeln pro Walze möglich.

Prozess Kalandrieren

Das Kalandrieren dient der Herstellung von Folien aus Kunststoffen, Papier, Metallen oder Gummi. Kalander werden aber auch zum Glätten, Prägen oder Satinieren in der Textilverarbeitung (Link) und Papierverarbeitung (Link) eingesetzt. Bei Kalandrieren gelangt eine Schmelze oder anderes Material durch die Walzen hindurch. Zum Kalandrieren eignen sich fast alle Thermoplaste, der Kunststoff muss lediglich eine hohe Viskosität aufweisen. Die am meisten verwendeten Materialien sind PVC, schlagzähes PS und ABS.

Gefährdungen von Kalandern:

Kalanderwalzen weisen Gefährdungen auf, vor allem an den Einzug- und Quetschstellen. Der Einzugsbereich muss daher durch entsprechende Schutzeinrichtungen isoliert werden. Nur so kann gewährleistet werden, dass ein Zugriff verhindert wird.

Außerdem muss ein Kalander über Not-Halt-Einrichtungen verfügen. Eine sollte sich natürlich am Steuerpult befinden, jedoch sind zusätzliche Einrichtungen in der Nähe und seitlich des Arbeitsbereiches unerlässlich.

Eine Not-Halt-Einrichtung führt folgende Sicherheitsschritte durch:

  • Sie stoppt die Kalanderwalzen.
  • Sie fährt die Walzen auseinander.
  • Sie lässt die Walzen im Notfall rückwärtslaufen.
  • Sie löst außerdem ein visuelles und / oder akustisches Notsignal aus.

Einsatzbereiche von Kalandern:

Kalander werden in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt:

Icon Textilverarbeitung

Textilindustrie

In der Textilindustrie werden vor allem Oberflächen durch Kalander geglättet. Aber sie werden auch für den Krumpfungsprozess eingesetzt. Außerdem sorgen sie dafür, dass Flottenüberschüsse abgequetscht werden und dienen zum Heißfixieren.

Icon Papierverarbeitung

Papierindustrie

In der Papierindustrie werden Oberflächen geglättet. Durch die Dickenreduzierung erscheint ein neuer Glanz. Außerdem werden Kalander zum Trocknen und Aufrollen eingesetzt. Der Prozess wird hier Kalandrieren genannt.

Icon Kunststoffverarbeitung

Kunststoffindustrie

In der Kunststoffindustrie werden mittels Kalander dicke Folien z.B. für die Pharmaindustrie (Blister) und dünne Folien mittels Blasfolienextrusion hergestellt.